20 Jahre Godjeme im Namen von Graziano
Am 20. Februar vor 20 Jahren ist Graziano Bortolotti, bekannter Unternehmer aus Bozen, bei einem Hubschrauberabsturz in San Pietro in Cariano (VR), ums Leben gekommenen. Auf Initiative seiner Frau und seiner Söhne ist, mit Hilfe von Freunden, Verwandten und der Meraner Missionsgruppe an einem der Orte , die er anlässlich einer Afrikareise besucht hat, ein Gesundheitszentrum geschaffen worden das für viele Menschen neue Hoffnung bedeutet.
Einige Wochen vor jenem tragischen Unfall hatte Graziano mit seiner Frau Christine und Alpidio Balbo einige Einrichtungen besucht, die durch die Meraner Missionsgruppe in Benin und Togo verwirklicht worden waren. Besonders die prekäre Situation in Godjeme hatte ihn zutiefst betroffen. Alles was es an Sanitäreinrichtung gab waren zwei Lehmhütten, in denen die Frauen auf verdreckten Matratzen auf dem Boden lagen, für die Geburt gab es einen roh zusammengenagelten Holztisch.
Zurück in Italien beschloss Graziano, den Menschen in jenem verlorenen Nest in der Savanne Togos zu helfen. Leider konnte er diesen Plan nicht mehr selbst verwirklichen, aber seine Familie und seine Freunde haben es getan. So wurde an das von der Meraner Missionsgruppe errichtete Gesundheitszentrum eine Erweiterung angebaut, in der eine Gynäkologie untergebracht wurde. So konnten die Frauen während der Schwangerschaft betreut werden und hatten einen sicheren Geburtsort.
Inzwischen ist die Struktur weiter gewachsen und von der Regierung von Togo anerkannt worden. Und sie ist nicht nur eine, für das gesamte Gebiet von Godjeme, unersetzlich Gesundheitseinrichtung geworden, sondern bietet auch diversen Jugendlichen eine gute medizinische Ausbildung die wiederum weiteren Teilen der Bevölkerung zu Gute kommt.
Bild: Graziano Bortolotti mit Frau Christine in Afrika, der Gynäkologie Trakt von Godjeme

