Unser Osterbrief

Gerade sind wir dabei, die Osterausgabe des "Brunnen zum Leben" zu versenden. Vorab der Ostergruß Alpidio Balbos an die Gönner/innen der Meraner Missionsgruppe.

Liebe Gönner/innen!

Vierzig Jahre sind vergangen, seit ich das erste Mal nach Afrika gekommen bin, und, da als Tourist unterwegs, absolut nicht auf die harte Begegnung mit Leid, Schmerz und Entbehrung vorbereitet.

Jahrestage verleiten immer zum Bilanzziehen und auch ich bin versucht, die vergangenen vier Jahrzehnte Missionstätigkeit wie ein Kaufmann zu bewerten. Auf einer Seite der Waagschale liegen die Misserfolge, die Fehler, das nicht Erledigte. Auf der anderen Seite das mit Euer Hilfe Erreichte:

zahlreiche fertiggestellte Projekte, hunderte von Brunnen, Krankenpflegestationen und sanitäre Strukturen, Schulen und Ausbildungsstätten. Nach welcher Seite neigt sich die Waage? Aber – sie hat wenig Sinn, diese Frage: Gutes kann man nicht mit der Messlatte messen! Was wir getan haben und weiter tun werden wird immer wenig und doch wertvoll sein, angesichts der enormen Probleme Afrikas.In den vergangenen Tagen habe ich die Berichte verschiedener Mädchen gelesen, denen die Salesianerinnen von Cotonou in all den Jahren geholfen haben. Ihre Erzählungen haben mir Gesichter und Namen von Kindern und Erwachsenen in Erinnerung gerufen, denen ich in den vergangenen vierzig Jahren begegnet bin und die durch das, was wir aufgebaut haben, eine neue Chance bekommen haben. Ein schönes Ergebnis, das in seiner ganzen Tragweite nicht durch irgend eine Bilanz erfasst werden kann, das uns aber, zusammen mit Eurer Freundschaft und Eurer wertvollen Unterstützung anspornt, weiter zu machen.

Frohe Ostern!

Alpidio Balbo

mit der Missionsgruppe Meran

“Ein Brunnen zum Leben”