Ein einladendes Zuhause

In Madjavi schreiten die Arbeiten an einem Zentrum für weibliche Gewaltopfer voran

Die Arbeiten am neuen Aufnahmezentrum in Madjavi, einem Dorf in Benin, etwa 40 km von Abomey (Département Zou) entfernt, begannen im Sommer und verlaufen planmäßig.

Das Projekt wird von der Missiongruppe Meran „Ein Brunnen zum Leben“ auf Anfage des Instituts „Soeur de Notre Dame de Nazareth“ unterstützt. Die Ordensschwestern sind seit 2010 in Madjavi tätig und kümmern sich um Menschen in Not, besonders um junge Frauen die Missbrauch erlebt haben. Die Einrichtung, benannt nach dem hl. Joachim und von der Kongregation selbst geleitet, wird von einer Psychologin, einer Sozialarbeiterin, einer Pädagogin und einer Ausbilderin der Caritas Abomey unterstützt. Das Haus bietet Platz für bis zu 50 Gäste, die Opfer von Missbrauch, Misshandlung, Zwangsheirat oder Menschenhandel sind, oder verlassen wurden.

Das zweistöckige Gebäude verfügt über elf Zimmer für die Mädchen, drei Zimmer für die Nonnen, sanitäre Anlagen, zwei Speisesäle, eine Küche, einen Mehrzweckraum, zwei Abstellräume und einen Wartesaal.

Die jungen Frauen können lesen und schreiben lernen oder ihre Schule abschließen sowie einen Beruf erlernen, unter anderem im Ausbildungszentrum in Mougnon in den Bereichen Agrarwirtschaft und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte.

Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf fast 145.000 Euro, wovon 97.500 durch einen Beitrag der Autonomen Region Trentino-Südtirol gedeckt werden.

Auf den Fotos: die Baustelle der Einrichtung in Madjavi