Nicht nur Covid

Man stirbt nicht nur an Covid: das gilt auf der ganzen Welt und umso mehr in Afrika, wo die Pandemie auf eine sanitäre Situation trifft, die ohnehin schon katastrophal ist. Der Haupteinsatz der vom GMM „ein Brunnen zum Leben“ unterstützten Gesundheitsstrukturen gilt nach wie vor der medizinischen Grundversorgung, wie bereits vor der Pandemie.

So zum Beispiel im Gesundheitszentrum „Graziano Bortolotti“ von Godjeme, wo, neben den vom GMM unterstützten laufenden Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten, Frauen in der Schwangerschaft medizinisch begleitet werden und Impfkampanien gegen die Kinderlähmung durchgeführt werden.

Der Ernst der medizinischen Situation vieler Afrikanischer Zonen wird im April-Bericht des Gesundheitszentrums „Paligwend“ von Ouagadougou, in Burkina Faso, beschrieben. Abgesehen von den drei Geburten im Monat und den Schwangerschaftsuntersuchungen sind die Zahlen der durchgeführten Behandlungen beeindruckend: 277 Fälle von schwerer Malaria, davon 115 von Kindern unter fünf Jahren, 99 Fälle von normaler Malaria, 109 Fälle von Lungenentzündungen, 11 Fälle von Darmentzündungen, 21 Fälle von Magengeschwüren sowie 19 Fälle von Geschlechtskrankheiten.

Dies, um nur zwei kleine Beispiele aus der Unmenge eines großen Kontinents zu nennen, die uns aber daran erinnern, Afrika nicht zu vergessen.

Bilder: Impfung gegen Kinderlähmung in Godjeme, das Gesundheitszentrum „Paligwend“ in Ouagadougou.