Hoffnung auf einen Neubeginn
Das „Haus der Hoffnung“ (Maison de l‘Esperance) ist ein Berufsbildungszentrum für Mädchen (wird aber auch von einigen Jungen besucht) der Salesianerinnen von Cotonou, im Südbenin. Die Mädchen können hier kochen, Brot und Süßwaren backen und Seifen herstellen lernen.
In diesem „Haus der Hoffnung“ begegnen sich viele Geschichten, teils schreckliche, von Ausbeutung und Gewalt, aber man kann auch erleben, dass das Leben Gutes birgt und manchmal die Gelegenheit bietet, neu anzufangen.
So wie es Dorcas (ein Fantasiename) ergangen ist, die von ihrer Stiefmutter schlecht behandelt worden ist und die der Vater schließlich von daheim verjagt hat. Schwester Maria Antonietta Marchese erzählt uns ihre Geschichte: Dorcas war 15 Jahre alt, als sie ohne Eltern dastand. Mit Hilfe einer Frau fand sie zu ihrem Geburtsort zurück und damit zu ihrer Stiefmutter, musste dort aber feststellen, dass letztere sie nicht wollte. Deshalb zog sie nach Cotonou weiter wo sie auf dem großen Markt „Dantokpa“ auf der Straße lebte. Und dort wurde sie schließlich von einer Mitarbeiterin der Salesianerinnen, Claudine, angesprochen und in das „Haus der Hoffnung“ gebracht. Hier bekam sie eine Ausbildung zur Konditorin. Danach fand sie eine Lehrstelle in einem kleinen Betrieb und von diesem wurde sie anschließend regulär angestellt. Jetzt steht Dorcas auf eigenen Beinen, hat sich ein Zimmer gemietet und hofft dass sie bald auch eine eigene Familie gründen kann.

