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19.9.2006

Maratona 2007: "Gotes" - Tropfen

Die "Maratona dles Dolomites 2007" findet am 1. Juli nache dem Thema "Tropfen" statt. Hier einige Gedanken von Michil Costa dazu:
Maratona 2007: "Gotes" - Tropfen

Ein Wort, so klein, so selbstverständlich. Lebenstropfen,
Liebestropfen, aber auch, wie in unserem Fall, ganz einfach
Wassertropfen. Das Wasser: Lebensreichtum und Allgemeingut
der Menschheit.

Wie schon im Vorjahr mit den Farben, wollen wir nun anlässlich
der Maratona 2007 unsere Sensibilisierungsaktion auf "el" richten,
nämlich auf ein Stückchen Welt, das auch Ihr und Wir sind.
Dosieren statt Hals über Kopf verbrauchen: das wäre ein schöner
Anfang.

Doch warum dosieren, wenn man verbrauchen kann? Warum sollten
wir unsere Reisen dosieren, wenn man in fünf Tagen Florenz,
Venedig und die Dolomiten besuchen kann?
Wir leben von künstlichen Emotionen, die ohne Zucken vorbeifliessen.
Warum die Stille dosieren? Wir wollen gehört werden, wir
wollen laut sein, wollen das Dröhnen, das an den Felswänden
der Sella-Gruppe zerfällt, hören. Wir müssen schreien, wenn
wir in den Bergen spazieren gehen. Der Klang der Stille tut
weh.

Warum beobachten wir nicht einen Wasserlauf, eine taunasse
Blume, einen Berg, die untergehende Sonne? Denn gerade das
ist das Leben. Das Leben ist die Blume, die den Tau trinkt
und wächst, der Berg, der nicht nur Farbe wechselt, sondern
sich ständig ändert, die Sonne, die untergeht. Warum finden
wir keine Zeit, um der Zeit - diesem kostbarsten aller Güter
- zu danken?

Vom Wasser eines - für uns -  unbedeutenden Bachs bis hin
zum majestätischen Amazonas, überall dort wo das Wasser
vorbeifliesst, da kehrt es nicht mehr zurück. Freilich, auch
im Tal von Mozab in Afrika fliesst es nicht mehr. Oder besser,
es fliesst, aber unter dem trockenen Bett eines alten Flusses.
Vorbei fliessen auch die Dinge, die wir schon oft gesehen haben
und die wir nicht mehr im Stande sind, zu beobachten.

Wie können wir in einer Welt dosieren, die alles am "Verbrauch"
an "Preisen", an "Verkäufen" misst? Und trotzdem: jeder von uns
kann und muss etwas tun.

Wir sind überzeugt, dass uns alles gehört, wir müssen tun,
erledigen, bauen, Kinder auf die Welt setzen, herstellen,
weitermachen. Und die Details? Die für uns unbedeutsamen
Details, die in Wirklichkeit den Knotenpunkt der Erde bilden?
Warum übersehen wir das Wesentliche und die grundlegenden
Kräfte? Warum befreien wir nicht Geist und Magen in Winkeln
grosser Stille, Leere und Einsamkeit?

Das Wasser gehört zu einem Ganzen, das langsam und scheinbar
ohne Geschichte fliesst. Und dennoch in uns eindringt und
physisch in uns lebt, uns den Tagesrhythmus, den Lebensatem gibt.

Beginnen wir ganz einfach bei den Trinkflaschen und passen wir
auf, wie wir das Wasser verwenden. Wenn jeder die Plastikflaschen
nicht wegwerfen würde, sondern das restliche Wasser in grosse
Behälter in der Nähe der Verpflegungsstellen schütten würde, so
hätte man mit der kostbaren Flüssigkeit am Ende des Tages eine
Riesenmenge von zurück gewonnenem Wasser. Gutes Wasser, das
zumindest zum Waschen verwendet werden könnte.
Das Ganze ist natürlich nur stark symbolisch, aber auch konkret,
denn man sieht Behälter voller Wasser, das auch du, kleiner
Radfahrer unter vielen, beigetragen hast zu "retten".

Retten wir das Wasser, retten wir das Leben. Es sind Lebenstropfen.
Wir wollen Brunnen in Afrika bauen und wollen dazu die Kinder der
ladinischen Schulen mit einbeziehen, denn die Zukunft ist in ihren
Händen, in den Händen der Jugendlichen.

Hier wird nicht von Karma gesprochen, sondern ganz einfach von
Verantwortung gegenüber der ganzen Welt. Denn wenn wir den letzten
Baum abgeschlagen haben, den letzten Fisch geangelt haben, den
letzten Fluss verschmutzt haben, dann werden wir merken, dass uns
der Virus tötet. Der Virus ist das Geld. Einen Virus, den man nicht
essen kann, sondern der uns isst. Und nachdem er die Seele verdorben
hat, sucht er neue Opfer zum Anstecken. Sorgen wir also dafür, dass
sich man sich an uns erinnert wegen der Taten, die wir auf dieser Welt
vollbracht haben: sorgen wir dafür, dass unser Namen länger als ein
Konfekt dauert.

Es gibt Menschen, die uns brauchen.
Vorwärts also, alle zusammen, werfen wir unsere Herzen vor uns und
laufen wir, um sie zu erreichen!

Verteilen wir Liebestropfen.
Michil
Maratona 2007: "Gotes" - Tropfen
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