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28.05.2008

Interview mit Alpidio Balbo

“Ich würde es noch mal tun”, erklärt Alpidio Balbo, Gründer und Vorsitzender der GMM, wenn er die Bilanz seines Missionslebens ziehen soll. Mit 77 Jahren denkt Balbo mit Genugtuung an die vergangenen Jahre zurück und blickt mit Zuversicht in die Zukunft.

Alpidio, was hat dich vor vielen Jahren dazu gebracht, dich für das Werk der GMM einzusetzen?

 

Wie bereits viele wissen, bin ich nach einem schweren Autounfall zum ersten Mal nach Afrika gereist. Ich glaube sogar, dass es in Gottes Absicht lag, mich dorthin zu führen. Meine damalige Erfahrung – sechs Kinder starben innerhalb von wenigen Stunden vor meinen Augen – war sehr ergreifend. Ich sage es ganz ehrlich: hätte ich nicht mit eigenen Augen all jenes Leid auf den Gesichtern der Kinder und ihrer Mütter gesehen, hätte ich all dies nie vollbracht. Meine Begegnung mit Afrika hat mein Leben verändert.

 

Welche Bilanz ziehst du nach 37 Jahren aus dieser Erfahrung?

 

Ich muss sagen, dass ich überaus stolz bin, und ich sage das nicht aus purer Anmaßung heraus. Ich muss noch einmal Gott für diesen Antrieb danken. Bevor ich nach Afrika gereist bin, war ich wirklich kein großer Gläubiger. Ich hatte überhaupt keine Missionserfahrung. All das, was mir widerfahren ist, betrachte ich als ein Wunder. Deshalb bin ich zufrieden. In 37 Jahren, die nicht wenig sind, hat die von mir gegründete Gruppe mit Hilfe vieler Personen Krankenhäuser, Schulen, Sozialheime, Bildungsstätten für Kinder jeden Alters errichtet. Wir haben hunderte von Brunnen verwirklicht und mit Hilfe der so genannten „Patenschaften haben wir tausenden von kleinen Kindern geholfen, zu leben, zu lernen und sich behandeln zu lassen.

 

Was siehst du in Zukunft für die von dir gegründete GMM – Gruppe vor?

 

Ich bin recht zuversichtlich, denn ich sehe Menschen, die in der Lage sind, dem von uns vorgezeichneten Weg zu folgen. Ich habe viel dafür gebetet. Vieles hängt davon ab, ob wir in den Ländern, in denen wir tätig sind, mit gleich gesinnten Gesprächspartnern zusammenarbeiten können. Ich bin jedoch im Grunde genommen zufrieden, weil ich weiß, dass die Sachen gemäß der anfänglichen Anregung weitergeführt werden. Und ich bedanke mich schon jetzt bei all jenen, die uns weiterhin mit ihrer konkreten Unterstützung zur Seite stehen werden.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft Afrikas und für die Menschen, die am Rande unseres Reichtums leben?

 

Das weltweite Hungerproblem und das menschliche Leid ist vor allem politischer Natur. Wir sind uns alle darüber im Klaren, dass ohne die richtigen politischen Entscheidungen die Dinge nicht ausreichend geändert werden können. Und dennoch ist schon ein einziger Tropfen wichtig. Wohltätigkeitsverbände wie die unsrige können der Politik den richtigen Weg weisen und zugleich scheinbar weit voneinander entfernte Welten und Menschen miteinander in Verbindung setzen. (m.v.)

Interview mit Alpidio Balbo
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