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30.5.2006

Afrika bleibt der ärmste Kontinent

Die spanische katholische Nichtregierungsorganisation „Manos Unidas“ veröffentlichte einen zusammenfassenden Bericht zur jüngste Veröffentlichung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) mit einer Reihe von Daten zur Lage des afrikanischen Kontinents. Afrika hat mit seinen 53 Ländern und den Territorien der Sahara eine Gesamtbevölkerung von 936 Einwohnern und ist der ärmste Kontinent der Welt obwohl er über zahlreiche Bodenschätze, eine bedeutende Geschichte und enorme Möglichkeiten im Bereich des Fremdenverkehrs besitzt.
Heute leben 315 Millionen Afrikaner unterhalb der Armutsgrenze und sollte sich die derzeitige Tendenz fortsetzen könnte diese Zahl in den kommenden zehn Jahren auf 400 Millionen ansteigen. Außerdem können sich 460 Millionen Menschen nicht ausreichend ernähren: darunter leiden 50 Millionen Hunger und nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF laufen 16 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia, Dschibuti und Somalia Gefahr, an Hunger zu sterben, wenn sie nicht bald Hilfe erhalten. Rund 300 Millionen Afrikaner, davon die meisten in den ländlichen Gebieten, haben keinen Zugang zu Trinkwasser und rund 313 Millionen Menschen entbehren grundlegender Dienstleistungen.
Die verheerenden Lebensbedingungen und die Notwendigkeit besserer Arbeitsmöglichkeiten und das Fehlen von Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung haben dazu beführt, das bereits über 3 Millionen Afrikaner ihre Länder verlassen haben, davon sind 47% Frauen. Auch die Zahl der Minderjährigen, die Opfer des Menschenhandels werden, steigt. Über 2000.000 Kinder müssen als Soldaten, Prostituierte oder Haushaltshilfen Sklavendienste leisten. Viele werden Opfer bewaffneter Konflikte, die es überall auf dem Kontinent noch gibt.
Einige Kriege, die offiziell seit langer Zeit beendet wurden, wie zum Beispiel in Somalia oder Cote d’Ivoire fordern immer noch jedes Jahr neue Opfer. Über 3 Millionen Menschen wurden auf unterschiedliche Art Opfer des Konflikts in Darfur (Sudan), während der Krieg in der Demokratischen Republik Kongo die meisten Opfer in den Vergangenen zehn Jahren forderte: rund 4 Millionen Menschen starben bei dem Krieg auf direkte oder indirekte Weise, das sind rund 7% der Gesamtbevölkerung des Landes.
Was den Bildungsstandard anbelangt, so gibt es in Afrika immer noch 78 Millionen Kinder, die keine Schule besuchen, die meisten davon sind Mädchen. Außerdem verlassen viele Kinder, die Grundschule, in der Klassen mit rund 50 Schülern unterrichtet werden, die Schule vorzeitig (49%). Schuld daran ist vor allem auch die Tatsache, dass die Kinder arbeiten müssen. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara liegt der Anteil der Kinder, die arbeiten bei 26%.
Ein weiteres großes Problem ist das Gesundheitswesen: Allein in den Ländern südlich der Sahara gibt es 28,5 Millionen HIV/AIDS-Kranke, davon 60% Frauen. Aids, Armut, Krieg und Hunger haben dazu geführt, das die durchschnittliche Lebenserwartung bei rund 40 Jahren liegt. Durchschnittlich sterben zudem jedes Jahr rund 310.000 Menschen an Malaria, die unter den Kindern im Alter unter 5 Jahren die Haupttodesursache ist. Wenn Mütter während der Schwangerschaft an Malaria erkranken, sterben die Kinder oft früh (75.000 bis 200.000). Trotzdem gibt es in Afrika nur einen Arzt je 15.000 Einwohner.
„Manos Unidas“ will jedoch Zeichen der Hoffnung in Afrika setzen und zählt dabei vor allem auf die Jugendlichen und Frauen des Kontinents. Mit der Spendenaktion 2005 konnten insgesamt 327 Projekte unterstützt werden (+18% im Vergleich zu 2004). Insgesamt wurden 14.398.985 Euro investiert (+15% im Vergleich zum Vorjahr). Bei insgesamt 46 Projekten steht die Förderung der Frau im Mittelpunkt, die in vier Schwerpunktbereichen stattfindet: Landwirtschaft, Erziehung, Gesundheitswesen und Soziales. (Fides)
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